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Silber

4 Mai 2012

Silber ist ein weiches Edelmetall mit der höchsten elektrischen Leitfähigkeit aller Metalle und einer guten thermischen Leitfähigkeit. Es trägt das chemische Symbol Ag, das sich vom lateinischen „Argentum“ ableitet.

Vorkommen von Silber

Silber kommt vereinzelt gediegen vor. Meist wird es aber als Silbererzen wie Silberglanz gefördert, aus denen dann durch chemische Prozesse das Silber gewonnen wird. Silber fällt zudem als Nebenprodukt bei der Förderung von anderen Metallen wie Kupfer, Blei oder Zink an. Die größten Silbervorkommen befinden sich in Nordamerika (USA, Kanada und Mexiko) sowie Südamerika (Peru und Bolivien).
Nach den Daten einer Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung, des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung sowie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe reichen die weltweiten Silbervorräte lediglich für 29 Jahre. Allerdings wird in den letzten Jahren vermehrt Silber recycelt, sodass die Silberlagerstätten deutlich länger reichen könnten.

Förderung

Zu den größten Silberproduzenten gehören derzeit Peru, Mexiko und China.

Verwendung

Silber wird meist für die Schmuckherstellung aber auch in der Elektroindustrie verwendet. Da das reine Metall für viele Anwendungen zu weich wäre, wird es mit anderen Metallen wie Kupfer zu Legierungen weiterverarbeitet. Durch die antibakterielle Wirkung wird Silber in der Medizintechnik eingesetzt. Zudem dient Silber als Zusatz für Cremes, Hygieneprodukte und Lebensmittel.

Silberhandel

Silber wird an der New York Mercantile Exchange (NYMEX) in US-Dollar pro Feinunze gehandelt. Die Kontraktgröße beträgt dabei 5.000 Unzen. Für Privatanleger gibt es neben dem physischen Kauf von Silberbarren und –barren. Zudem besteht die Möglichkeit Zertifikate, ETFs oder Aktien von Förderunternehmen zu kaufen.

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