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UBS kürzt Silberprognose um ein Drittel

30 Juni 2013

In der vergangenen Woche fiel der Silberpreis unter die 20-Dollar-Marke. Eine Unze kostete am Freitagabend 19,66 US-Dollar.

Für den Kurseinbruch sind zwei Faktoren von besonderer Bedeutung: Zum einen wird Silber, wie auch Gold, bei einer anziehenden Geldpolitik der Notenbanken nicht mehr als sicherer Hafen benötigt. Zudem anderen haben die Anleger sorgen um die chinesische Wirtschaft, die für 17 Prozent der weltweiten Silbernachfrage verantwortlich ist.

UBS reduziert Kursziel für Silber

Die Analysten der Großbank UBS haben ihr Kursziel für den Silberpreis um ein Drittel reduziert. Die Monatsprognose wurde um 32,7 Prozent auf 17,50 US-Dollar je Unze zurückgenommen. Die 3-Monats-Prognose fällt mit 20,50 US-Dollar je Unze um 26,8 Prozent schwächer aus und der durchschnittliche Preis soll in diesem Jahr bei 24 US-Dollar je Unze liegen (-17,2%). Im kommenden Jahr wird dann von den UBS-Analysten ein durchschnittlicher Silberpreis von 25,- US-Dollar je Unze erwartet – 16,7 Prozent weniger als bisher erwartet.

Hintergrund ist hier die Erwartung einer weniger lockeren Geldpolitik durch die Notenbanken. Zudem wird erwartet, dass sich Silber weiter an den schwachen Vorgaben des Goldpreises orientiert. „Vor dem Hintergrund der Tendenz von Silber die Preisbewegungen von Gold übertrieben nachzuvollziehen, sind die kurzfristigen Abwärtsrisiken für Silber noch größer“, so die Analysten. Fundamental gesehen bietet Silber jedoch weiterhin eine gute Perspektive durch die industrielle Nutzung. Sobald die Konjuktur wieder anzieht und dies auf der Nachfrageseite ankommt, sollten diese fundamentalen Stärken wieder an Gewicht gewinnen, so die UBS.