Hintergrund
Die Nachfrage nach Uran steigt spürbar. Der Preis für Uran hat sich in den letzten vier Jahren von 12 US Dollar pro Pfund auf heute 90 US Dollar pro Pfund mehr als versiebenfacht. Ein Ende des Anstiegs ist nicht absehbar. Dies ist eine Folge der Renaissance der Atomindustrie. Derzeit sind insgesamt 440 Kernkraftwerke weltweit am Netz. Zudem sind aktuell 208 neue Kernkraftwerke entweder im Bau oder in der Planung.
Neben China und Indien mit ihren exponentiell wachsenden Ökonomien setzen auch die aufstrebenden Entwicklungsländer zunehmend auf Atomenergie. Schätzungen zufolge wird sich der weltweite Bedarf an Elektrizität innerhalb der nächsten 20 Jahre verdoppeln. Gleichzeitig werden die Bemühungen zum Klimaschutz vor allem in den westlichen Industrienationen verstärkt. Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zur Energiegewinnung soll verringert, bezahlbare Energie soll geschaffen werden.
Der steigende Preis für das Schwermetall Uran macht es wieder attraktiv, Vorräte auszubeuten, die vor einigen Jahren noch als wenig profitabel galten. Die Suche nach Uran wird intensiviert, und je mehr gesucht wird, desto mehr wird gefunden. Viele Lagerstätten sind noch unbekannt, insbesondere Russland, Südamerika und Kanada haben ein hohes Potenzial.
Schon heute besteht ein Angebotsdefizit für Uran, da dem Verbrauch von aktuell 67.000 t pro Jahr eine Produktion von nur 50.000 t gegenübersteht. Die Differenz von 17.000 t wird aus strategischen Beständen gedeckt. Diese gehen allerdings langsam zur Neige. Es ist zu bezweifeln, dass die Entwicklung neuer Vorkommen rechtzeitig abgeschlossen sein wird, um diese Lücke zu schließen, damit allein die aktuell arbeitenden 440 Kernkraftwerke genügend Uran bekommen.


