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Gold: Minenunternehmen auf Sparkurs

12 Juli 2013

Nachdem Goldminenaktien im ersten Halbjahr deutlich an Wert verloren haben, versuchen die meisten Unternehmen inzwischen die Kosten mit einem umfassenden Sparkurs unter Kontrolle zu bringen.

Barick Gold etwa hat angekündigt rund 30 Prozent des Personals in der Firmenzentrale in Toronto, Kanda zu entlassen. Damit werden rund 100 Arbeitsplätze abgebaut. Weitere Einschnitte drohen an den Standorten in Utah, Nevada und in Australien. Auch das Budget für Exploration und Entwicklung wurde in diesem Jahr deutlich heruntergefahren. Denkbar sind noch weitere Einsparungen, nach der Bekanntgabe der Zahlen für das zweite Quartal.

Ähnlich harte Sparmaßnahmen fährt auch der zweitgrößte Goldproduzent Newmont Mining. Aufgrund der Rentabilitätsprobleme müssen im US-Bundesstaat Colorado rund ein Drittel der Beschäfftigten gehen.

Beim viertgrößten Goldproduzenten Newcrest wird eine zwanzigprozentige Reduzierung der Kapitalaufwendungen für das laufende Geschäftsjahr angepeilt. Beim Personal bedeutet das Einsparungen beim Standort in Melbourne. Das Büro in Brisbane soll sogar ganz geschlossen werden.

Quer durch die Branche versuchen die Unternehmen aktuell signifikant Kosten zu sparen und sich zu restrukturieren. Auch die Investitionen werden heruntergefahren: Viele neue Großprojekte wurden entweder ganz eingestellt oder auf unbestimmte Zeit verschoben.

Auch Caterpillar, der weltgrößte Hersteller von schweren Maschinen für den Bergbau spürt die Sparmaßnahmen der Minenunternehmen. Nachdem die Auftragslage zuletzt extrem eingebrochen ist, wurde Ende Juni bekannt, dass zunächst 260 Arbeiter für unbestimmte Zeit freigestellt werden.